Bewegtes Berufsleben, aktiver Ruhestand
30.07.2008 – Vom Ferrari in die Kursana Residenz Wien-Tivoli.
von Martina Zowack
Josef Borka bewohnt seit Juli 2007 mit seiner Frau ein Appartement in der Kursana Residenz Wien-Tivoli. Er hat ein, im wahrsten Sinne des Wortes, bewegtes berufliches Leben hinter sich. Mitte der 50er Jahre arbeitete Josef Borka für den Rennfahrer Gotfrid Köchert als Chefmechaniker. Gemeinsam bestritten sie die bedeutendsten Rennen Europas. 1957 fuhr Köchert mit seinem von Josef Borka technisch betreuten Ferrari Testa Rossa in der Mille Miglia auf den zehnten Platz im Gesamtklassement – er lag nur 20 Minuten hinter den siegreichen Ferrari-Werkspiloten Taruffi und Graf Trips. Diese Platzierung war damals eine Sensation und ist bis heute der größte Erfolg eines österreichischen Autorennfahrers. Josef Borka wurde damit zum begehrtesten Rennmechaniker, da niemand die komplizierte Technik so virtuos beherrschte wie er. In den 60er Jahren war der Rennsport-Experte außerdem maßgeblich am Aufstieg und Erfolg Jochen Rindts beteiligt, der vom Sieg beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans gekrönt wurde. Sohn Alfred Borka ist in seine Fußstapfen getreten und somit ist Josef Borka auch jetzt noch nah an dem Geschehen auf den Rennstrecken dieser Welt.
Sein Leben ist ein wenig ruhiger geworden: Keine Motoren heulen mehr auf, keine quietschenden Reifen mehr. Dafür erfreut sich Josef Borka, 79, gemeinsam mit seiner Frau jeden Tag in der Kursana Residenz an den Gesprächen beim Mittagessen mit den anderen Senioren, der schönen Umgebung der Residenz und dem lauschigen Garten. Am Nachmittag dösen die beiden gern ein wenig und erinnern sich an die alten Zeiten. Borka: „Gerne denke ich an die Siege am Nürburgring zurück. Besonders erhebend waren die Momente, wenn die österreichische Bundeshymne gespielt wurde – unvergessliche Momente!“
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